Pressemitteilung:

  • 15. Juni 2015

7. Jugendlandtag mit ereignisreicher Plenarsitzung beendet




Gleich mehrfach vertreten war der Essener Süden beim 7. Jugendlandtag: Vito Heinen aus Werden und Michelle Rudolph aus Kupferdreh nahmen in den Reihen der SPD-Fraktion Platz. Darüber hinaus war im Organisationsteam auch wieder Sophia Gunzer aus Werden mit dabei, die den Essener Süden im Jahr 2013 beim Jugendlandtag vertreten hat. Alle drei sind übrigens Schüler des Gymnasiums Werden.

„Ich freue mich sehr, dass neben meiner direkten Vertretung Vito Heinen auch noch Michelle Rudolph über die Reserveliste am Jugendlandtag teilnehmen konnte“, so Peter Weckmann, Abgeordneter für den Essener Süden. „Von Politikverdrossenheit war an den drei Tagen nichts zu spüren. Deshalb räume ich auch jedes Jahr gerne meinen Platz. Ich bin mir sicher, dass dieser Blick hinter die Kulissen eben dieser Politikverdrossenheit entgegen wirkt und darüber hinaus ein gutes Mittel gegen sinkende Wahlbeteiligung ist.“

Begonnen hatte die abschließende Plenarsitzung des Jugendlandtags am Samstag mit zwei Trauerminuten für die Opfer des Flugabsturzes von Flug 4U 9525 sowie die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge. Nach diesem gemeinsamen Moment des Schweigens und Gedenkens ging es dann doch mitunter sehr lautstark weiter. Zwischenrufe, lebhafte Debatten und emotionale Redebeiträge bestimmten ebenso wie im „echten“ Parlamentsbetrieb die Sitzung. Mehrheitlich beschlossen wurden die beiden vorgegebenen Anträge „Die Vergabe von Studienplätzen gerechter gestalten“ und „Mehr fürs Leben/den Alltag in der Schule lernen“. In der Aktuellen Stunde und in einem Eilantrag wurde über die Situation von Flüchtlingen in NRW sowie über die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare diskutiert. Ein Eilantrag von SPD, GRÜNEN, FDP und PIRATEN zur „Homo-Ehe“ wurde mit großer Mehrheit beschlossen.

Begeistert waren auch die beiden „Jungparlamentarier“. „Es hat mich fasziniert, die parlamentarische Arbeit einmal hautnah kennen zu lernen. Insbesondere die ganzen formellen Dinge, die es zu berücksichtigen gilt. Sich mit den anderen Jugendlichen menschlich aber auch inhaltlich auseinanderzusetzen war eine tolle Erfahrung“, so Vito Heinen. Michelle Rudolph pflichtet ihm bei: „Es war ein ungewöhnlicher Einblick in die Landespolitik. Besonders die Arbeit hinter den Kulissen in der Fraktion war spannend. Thematisch fand ich insbesondere die Debatte um die Studienplatzvergabe interessant, da ich davon nun auch betroffen bin.“ Michelle Rudolph hat nämlich dieses Jahr ihr Abitur gemacht und möchte nun Politik und Wirtschaft studieren.

Der nächste Jugendlandtag findet übrigens vom 30. Juni bis 2. Juli 2016 statt.