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  • 11. Juni 2015

Netzwerk „Werden hilft“ zu Gast bei SPD-Vertretern im Landtag


von links nach rechts: Britta Altenkamp, Peter Weckmann, Andreas Brinck, Werner Schepers, Daniel Behmenburg
Das Netzwerk „Werden hilft“ hatte sich spontan gegründet, um den Flüchtlingen in der geplanten Landeserstaufnahmeeinrichtung am Overhammshof (ehemals KUTEL) eine Willkommenskultur zu bieten. Jüngst hatte es in Gesprächen des Vereins mit Stadt und Bezirksregierung Arnsberg Irritationen bezüglich des geplanten bürgerschaftlichen Engagements gegeben. Deshalb hatten Britta Altenkamp, Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD Essen, und Peter Weckmann, SPD-Landtagsabgeordneter für den Essener Süden, am 9. Juni Andreas Brinck und Werner Schepers als Vertreter von „Werden hilft“ zu einem Gespräch in den Landtag eingeladen. An dem Gespräch nahm auch Daniel Behmenburg, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung IX, teil.

Zunächst ging es natürlich auch ums Kennenlernen, darüber hinaus konnten aber auch wichtige Punkte angesprochen und erste Unstimmigkeiten beseitigt werden. „Die Landespolitik ist sich der Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements für unsere Gesellschaft sehr wohl bewusst, schätzt diesen unermüdlichen Einsatz und fördert es nach besten Möglichkeiten. Diese Unterstützung macht an den Toren von Landeseinrichtungen natürlich nicht halt. Deshalb werden wir als Land das Engagement der Werdener Bürgerinnen und Bürgern aufgreifen und in die Planungen einbringen. Sollte ein anderer Eindruck entstanden sein, so bedauere ich dieses sehr und hoffe, dass sich die Ehrenamtler hiervon nicht entmutigen lassen“, so Peter Weckmann.

Ein weiteres Problem stellt die bisher unbekannte Verweildauer der Flüchtlinge am Overhammshof dar. Dazu bemerkt Britta Altenkamp: „Die Verweildauer richtet sich nach der Anzahl der Antragsteller. Bei der momentanen Flüchtlingssituation ist eher von einem kurzen Zeitraum auszugehen. Jedoch unabhängig davon, ob es zwei Wochen, zwei Monate oder mehr sind: Das Engagement wird benötigt und ist eine sinnvolle und hilfreiche Unterstützung der Arbeit. Spontan fällt mir dabei die Betreuung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in der Erstaufnahmeeinrichtung ein.“

Mit einem guten Gefühl verließen auch die Vertreter von „Werden hilft“ den Landtag. „Es war eine gute Entscheidung, direkt den Kontakt mit unseren Vertretern im Land zu suchen. Als erste Botschaft nehme ich mit, dass unser Engagement wertgeschätzt und angenommen wird. Die Detailfragen gilt es in der kommenden Zeit im engen Schulterschluss anzugehen“, so Andreas Brinck. Diesem Eindruck konnten sich Werner Schepers und Daniel Behmenburg vorbehaltlos anschließen.