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  • 15. April 2013

Landesregierung und Landessportbund NRW: Bildung braucht Bewegung – Jeden Tag Sport und Bewegung in den Schulen

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport, das Ministerium für Schule und Weiterbildung und der Landes¬sportbund NRW teilen mit:

Die Landesregierung und der Landessportbund NRW wollen gemein¬sam mehr Bewegung, Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche. „Jeden Tag Sport und Bewegung“ – dies ist für die Kinder und Jugend¬lichen im Sinne einer ganzheitlichen Bildung in Nordrhein-Westfalen unverzichtbar. Diesen Anspruch haben Sportministerin Ute Schäfer, Schulministerin Sylvia Löhrmann und Landessportbundpräsident Walter Schneeloch auf dem Kongress „Sport im Ganztag – Bildung braucht Bewegung“ gemeinsam formuliert.

Zusätzlich zu den drei Stunden Sportunterricht pro Woche, die in den Stundentafeln vorgesehen sind, soll es weitere Sport- und Bewegungs¬angebote im Ganztag geben. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern an allen Schultagen Sport, Spiel und Bewegung anzubieten. Darüber hinaus gibt es zusätzliche Angebote wie zum Beispiel Pausensport, Schulsportgemeinschaften, Angebote in der Trägerschaft von Vereinen zum Kinder- und Jugendsport sowie Talentsichtungs- und Talentförder¬angebote. Umgesetzt werden sollen diese Sport- und Bewegungs¬angebote im Ganztag in Kooperation der Schulen und Schulträger mit den Sportvereinen vor Ort.

„Wir können damit in Nordrhein-Westfalen die tägliche Sport- und Bewegungsstunde in den Schulen mit Ganztagsangeboten verwirk¬lichen. Gleichzeitig erhalten die Sportvereine die Möglichkeit, ihre große sportliche Kompetenz in den Ganztag einzubringen. Das kommt vor allem den Kindern zugute“, sagte Sportministerin Ute Schäfer.

„Mehr Bewegung, Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche – dieses Ziel ist für die Persönlichkeitsentwicklung, die Gesundheit und die individuelle Förderung aller Schülerinnen und Schüler von zentraler Bedeutung. Sportunterricht und Ganztag ermöglichen tägliche Bewe¬gungszeiten. Sport im Ganztag ist ein Erfolgsmodell“, sagte Schul¬ministerin Sylvia Löhrmann.

LSB-Präsident Walter Schneeloch: „Es bietet sich die einfache Formel „3+2+x“ an. Das heißt: drei Stunden Sportunterricht, dazu zwei Stunden Bewegung im Ganztag in Kooperation mit Sportvereinen und schließlich noch eine offene Zahl zusätzlicher Bewegungsstunden durch weitere außerunterrichtliche Angebote sowie den Kinder- und Jugendsport der Vereine. Die Umsetzung der neuen Formel soll vor allem dazu führen, dass Kinder und Jugendliche Bewegung, Spiel und Sport als festes Element ihres Lebensstils begreifen.“

Das Ziel täglicher Sport- und Bewegungszeiten greift die bisherigen schulpolitischen und sportpolitischen Maßnahmen von Land und organi¬siertem Sport auf.

Das Land hat diesbezüglich mit dem Landessportbund eine Rahmen¬vereinbarung abgeschlossen, die eine Vorrangstellung der Angebote des gemeinnützigen Sports im Ganztag vor Ort ermöglicht. Ebenso wurde mit dem Landessportbund und den kommunalen Spitzenverbän¬den eine Bildungspartnerschaft vereinbart, die verlässliche Koopera¬tionen von Schulen und Vereinen in den Kommunen erreichen soll. In der Umsetzung hat sich dabei besonders bewährt, wenn die Kommunen dazu mit dem gemeinnützigen Sport einen Generalvertrag abgeschlos¬sen haben.

Zur Unterstützung des Engagements der Vereine bei der Durchführung von Sportangeboten im Ganztag haben das Land und der Landessport¬bund bereits eine Reihe von Maßnahmen vereinbart, wie zum Beispiel zusätzliche Qualifizierungsangebote von Übungsleiterinnen und Übungsleitern für die Sportangebote im Ganztag. Auch wurden in¬zwischen 65 halbe Stellen durch den Landessportbund geschaffen. Sie koordinieren vor Ort und in den Fachverbänden die Umsetzung des Sports im Ganztag und die Präsenz der Vereine in den Schulen. Gleichzeitig wurde mit einem Erlass „Qualitätsentwicklung und Unter-stützungsleistungen im Schulsport“ des Schul- und Sportministeriums eine Grundlage für die Bereitstellung von Lehrkräften als Beraterinnen und Beratern für den Schulsport entwickelt, die mit den Fachstellen des gemeinnützigen Sports (Koordinierungsstellen) in einem „Tandem“ Schule und Verein zusammenbringen. Das Sportministerium fördert darüber hinaus mit dem Landesprogramm „Sportvereine im Ganztag“ 1.000 Sportvereine mit je 1.000 Euro finanziell bei ihrem Engagement im Offenen Ganztag.

Im Rahmen der Realisierung des Programms „NRW bewegt seine Kinder“ unterstützt das Land zudem den Landessportbund dabei, den Vereinen neue Formen von Mitgliedschaftsmodellen von Schülerinnen und Schülern zu realisieren.

An dem Kongress „Sport im Ganztag – Bildung braucht Bewegung“ nahmen rund 1.200 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Schule, Sport, Kommunen, Politik und Wissenschaft teil. Im Mittelpunkt stand ein intensiver Erfahrungsaustausch zur aktuellen Situation sowie den Perspektiven rund um das Thema Bewegung, Spiel und Sport im Ganztag. Dabei diskutierten Fachleute unter anderem über die schul-politischen Entwicklungen im Bereich von Sportunterricht, außerunter¬richtlichen Schulsport und Ganztag. Der Kongress wurde vom Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW und dem Landessportbund NRW ausgerichtet.