Meldung:

  • 03. Mai 2012
Peter Weckmann vor Ort.

Besuch bei der AWO Kettwig


Überraschenden Besuch bekam heute der Seniorennachmittag der AWO Kettwig. Peter Weckmann als SPD-Kandidat für die Landtagswahl schaute vorbei. Gerne wurden die Rommé- und Skatspiele für den SPD-Politiker unterbrochen, um etwas über die aktuelle Situation in NRW zu hören.

Viele Seniorennachmittage hat Peter Weckmann im Landtagswahlkampf schon besucht. Ein Thema, welches viele Menschen hier umtreibt, ist die Zukunft der Pflege.

Bis 2050 wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen in NRW von zurzeit 485.000 auf rund eine Million Menschen verdoppeln. Das zeigt: Pflege geht uns alle an. Angesichts des demographischen Wandels muss man dem Wunsch älterer Menschen nach einem möglichst langen, aktiven, gesunden und sozial abgesicherten Leben im angestammten Umfeld Rechnung tragen. Zu einem selbstbestimmten Leben gehört eine wohnortnahe Versorgung und die Gestaltung der Barrierefreiheit in allen Fragen des täglichen Lebens. Auch für Menschen mit einem intensiven Unterstützungsbedarf müssen der Grundsatz „ambulant vor stationär“ und das Recht auf Selbstbestimmung gelten. Für die SPD zeigt sich die Solidarität einer Gesellschaft unter anderem daran, dass die Lebensleistung älterer Menschen anerkannt, ihre Ressourcen und Potenziale wahrgenommen und für Menschen mit Unterstützungsbedarf eine Versorgungssicherheit im selbstgewählten Wohnumfeld geboten wird. Wir stehen bereits am Beginn eines dramatischen Fachkräftemangels in der Pflege.

Der demografische Wandel wird die Altenpflegebranche besonders treffen, da einerseits die Anzahl der Pflegebedürftigen zunimmt, andererseits immer weniger Berufsanfängerinnen und -anfänger für den Altenpflegeberuf zur Verfügung stehen. Somit liegt die Pflege in Zukunft zunehmend in den Händen von einem stetig älter werdenden Pflegepersonal.

Das sind die Ziele der SPD in NRW:
  • Bei der Novellierung des Landespflegegesetzes geeignete Instrumente schaffen, um die pflegerische Angebotsstruktur im Rahmen einer kommunalen Pflegestrukturplanung als Teil einer integrierten Sozialplanung sicherstellen und weiter zu entwickeln.
  • Besonders dafür sorgen, dass die Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige ausgebaut werden. Familiäre und professionelle Betreuungsangebote sind der SPD gleichermaßen wichtig.
  • Kulturelle und religiöse sowie geschlechterspezifische Aspekte zu berücksichtigen, gehört dabei ebenso selbstverständlich zu einer menschenwürdigen Pflege, wie das Recht eines jeden und einer jeden selbst über seine/ihre Pflege zu bestimmen.
  • Sich auf Bundesebene für die regelhafte Einführung eines trägerübergreifenden persönlichen Budgets, auch für ältere Menschen, einsetzen.

    Das hat die SPD umgesetzt. Das machen wir.
  • In den letzten Jahren war eine deutliche Abnahme des Fachkräftenachwuchses zu beobachten, auf den die SPD reagiert hat, um den sich immer deutlicher abzeichnenden Pflegenotstand abzuwenden. Als ersten wichtigen Schritt hat die SPD-geführte Landesregierung bereits die gesetzlichen Grundlagen für die Einführung der Umlagefinanzierung in der Pflege in 2012 geschaffen, um die Zahl der Ausbildungsplätze in der Pflege zu erhöhen.
  • Bezogen auf die berufliche Ausbildung sollen die drei bestehenden Pflegeausbildungsgänge basierend auf bewährten Vorgaben aus dem Alten- und Krankenpflegebereich zu einer generalistisch ausgerichteten Pflegeausbildung zusammengeführt werden, die zu einem einheitlichen Berufsabschluss führt. Damit werden die bestehenden Strukturen an die veränderten Anforderungen in der Versorgung angepasst und weiterentwickelt. Pflegeeinrichtungen, ambulante Dienste und Krankenhäuser werden gleichberechtigt einbezogen.
  • Das Landeswohnungsbauvermögen hat die SPD auch für energetische Sanierungen in Einrichtungen der Altenpflege geöffnet.