Pressemitteilung:

  • 09. September 2016

Gymnasium Werden besuchte Peter Weckmann und Serdar Yüksel im Landtag

Schülerinnen und Schüler informierten sich über das Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet



Auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten für den Essener Süden, Peter Weckmann, und seines Kollegen Serdar Yüksel besuchten Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse des Gymnasiums Werden den Landtag. Serdar Yüksel hat gemeinsam mit der Caritas das Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet ins Leben gerufen, für welches das Gymnasium Werden Spenden in fünfstelliger Höhe gesammelt hat. Begleitet wurden die Schülerinnen und Schüler von ihrer Klassenlehrerin Inga Buchholz und zwei Müttern. Außerdem nahm der Fraktionsvorsitzende der SPD in Essener Bezirksvertretung IX, Daniel Behmenburg, an dem Termin teil.

„Es hat mich schwer beeindruckt, dass Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Werden in unermüdlicher Fleißarbeit die stolze Summe von 17070,- € für das Flüchtlingsdorf gesammelt haben. Das ist weit mehr, als manche Stiftung oder Initiative zu diesem Projekt beigetragen hat. Diese Schülerinnen und Schüler wollte ich unbedingt kennenlernen und habe sie spontan in den Landtag eingeladen“, so Peter Weckmann.

Serdar Yüksel konnte aus eigener Erfahrung und aufgrund seiner vielen Besuche vor Ort eindrucksvoll vom Aufbau des Flüchtlingsdorfes Ruhrgebiet in der Region Dohuk und der momentanen Situation dort berichten: „Das Geld von den engagierten Kindern aus Werden wurde eins zu eins in Materialien einer neu errichteten Schule investiert. Dazu zählen zum Beispiel Tische, Stühle, Tafeln, Schulhefte und Stifte.“ Seine Berichte konnte Serdar Yüksel durch mitgebrachte Fotos seiner Besuche noch anschaulich untermauern. „Schulische Bildung ist die einzige Möglichkeit für die Kinder und Jugendlichen in dem Flüchtlingsdorf, dem Elend dort zu entrinnen. So wurde mit dem Geld aus Werden der jungen Generation dort eine Zukunftsperspektive eröffnet“, so Yüksel weiter.

„Auch mich haben die Erzählungen meines Kollegen Serdar Yüksel beeindruckt. Mit dem Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet wurde echte Hilfe organisiert, anstatt nur am grünen Tisch über das Thema zu sprechen. Und ich bin stolz, dass aus dem Essener Süden heraus ein Teil zu diesem Projekt beigetragen wurde“, so Weckmann.

Die Kinder hatten viele Fragen mitgebracht, die durchaus nachdenklich gestimmt haben. Was dort in der Schule unterrichtet wird, zum Beispiel. Oder wie viele Kinder dort in einer Klasse sind. Was mit den Kindern geschieht, deren Eltern im Krieg oder auf der Flucht gestorben sind. Ob die Lager bewacht werden, wieviel Menschen in einem Container wohnen, wie der Alltag dort aussieht. Oder wie die Menschen versorgt werden.

Die Antwort auf letztere Frage war übrigens sehr interessant. „Die Materialien für das Flüchtlingsdorf werden komplett vor Ort bezogen. So spart man sich die Transportkosten und unterstützt dazu noch die heimische Wirtschaft“, konnte Yüksel berichten. „Auch das Personal zum Beispiel für die Bäckerei, die Schulen oder die Krankenstation kommt direkt von den Flüchtlingen selbst. Hier wird den Menschen ihrer Ausbildung entsprechend die Möglichkeit geboten zu arbeiten und sich zu engagieren.“

„Für die Kinder, aber auch für mich und die begleitenden Eltern, war es ein interessanter Einblick in die aktuelle Thematik ‚Flüchtlinge‘. Außerdem war es ein wichtiger Beitrag, um Politik und auch das Weltgeschehen für die Schülerinnen und Schüler erleb- und verstehbar zu machen. Ich finde es wichtig, bei den Kindern anzusetzen, um Toleranz, Menschlichkeit und Miteinander in unserer Gesellschaft zu fördern“, so die Klassenlehrerin Inga Buchholz.

Einen Ausblick konnte Yüksel noch geben: „Aktuell arbeiten wir daran, Spielmöglichkeiten wie zum Beispiel einen Bolzplatz für die Kinder in dem Flüchtlingsdorf zu schaffen. Dafür sind wir jedoch auf zusätzliche Mittel angewiesen.“

„Weitere Spenden sind also notwendig und herzlich willkommen und können auf das Spendenkonto der Caritas geleistet werden“, so Weckmann abschließend, was auch als kleiner Appell an die Menschen im Essener Süden verstanden werden durfte.

Im Anschluss konnten die Schülerinnen und Schüler sich noch im neuen Besucherzentrum über die Arbeit des Landtags informieren und bei Kuchen und Kaltgetränken über das Erlebte reden.

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Stichwort: „Flüchtlingsdorf Ruhrgebiet“